Rolle und Funktion der Polizei im Nationalsozialismus
Dienstag, 30. Juni 2026, geöffnet von 19 bis 23 Uhr, Vortrag und Diskussion von 19:30 Uhr bis 21:30 Uhr.
Thema: Soziale Kontrolle und völkische Ordnung – Rolle und Funktion der Polizei im Nationalsozialismus
Referent: Michael Sturm (Historiker, Münster).
Eine Veranstaltung in Kooperation mit KRISAR (Kritische Sozialarbeiter*innen im Rheinland)
Die Polizei im Nationalsozialismus stellte zwischen 1933 und 1945 eine zentrale Säule des Regimes dar. Sie war von Beginn an maßgeblich an der Entrechtung, Verfolgung und Ermordung all jener Menschen beteiligt, die in der nationalsozialistischen Weltanschauung als "Gemeinschaftsfremde" stigmatisiert wurden.
Nach 1945 fand die Rolle und Funktion der Polizei im Nationalsozialismus nur wenig Beachtung. Die Aufmerksamkeit richtete sich vor allem auf die Gestapo, als vermeintlich „allwissende und allmächtige“ Institution des NS-Terrors. Vormalige hochrangige Funktionsträger der regulären Schutz- und Kriminalpolizei betrieben indessen Geschichtspolitik in eigener Sache und prägten bis in die 1990er Jahre den Mythos einer angeblich "sauberen" Polizei.
Doch welche Rolle spielte die Polizei in ihren unterschiedlichen Formationen tatsächlich im Kontext rassistischer, antisemitischer und sozialdarwinistischer Verfolgung? Welche Selbstbilder und Praktiken kennzeichneten die Polizei, die sie zu einer zentralen Instanz sozialer Kontrolle und völkischer Gemeinschaftskonzepte werden ließen? Auf welche bereits bestehenden Feindbildkonstruktionen und Ordnungsvorstellungen konnte sie zurückgreifen? Welche dieser Selbstbilder und Praktiken prägten die Polizei auch nach 1945?
"INPUT – antifaschistischer Themenabend in Düsseldorf" existiert seit 2002 und findet in der Regel an jedem letzten Dienstag im Monat an wechselnden Orten statt. Aktuelle Veranstalter: Antirassistisches Bildungsforum Rheinland (ABR), in Kooperation mit dem Antifa-Referat des AStA der HSD und SJD – Die Falken Düsseldorf. Ankündigungen finden sich u.a. auf Twitter (Input_Dus), Instagram (input_duesseldorf), Facebook (input-antifaschistischer-themenabend) und Mastodon (https://chaos.social/@INPUT_dus/).